Nur eine Person kennt die wahre Bedeutung des Serienfinales, aber sie wird es uns nie sagen
Millie Bobby Brown weiß mehr über das Ende von Stranger Things, als sie uns jemals erzählen wird. Bildquelle. Netflix
Das ist es! Nach zehn Jahren, fünf Staffeln, 42 Episoden und einem Budget von bis zu 480 Millionen Dollar ist mit „Stranger Things“ eigentlich Schluss. Die letzten Episoden lösen bei Kritikern und Fans gemischte Gefühle aus, denn einen Kritikpunkt muss sich die Mystery-Serie besonders gefallen lassen: Zum Ende hin fühlt sich alles richtig an ganz sicher und irgendwie ruhig ein …
Doch vor allem eine Frage dürfte die Zuschauer beschäftigen: Hat Eleven den letzten Showdown gegen Vecna überlebt … oder nicht?
Stranger Things bleibt hier bewusst vage und lässt die Community darüber diskutieren, ob Elfie tatsächlich in einem kleinen, abgelegenen Dorf versteckt hinter drei Wasserfällen lebt. (Das glauben zumindest Mike und Co..)
Dass wir keine klare Antwort bekommen, ist reine Absicht
In einem Fragen und Antworten Dabei verraten die beiden Serienschöpfer Matt und Russo Duffer, dass es durchaus beabsichtigt war keine endgültige Antwort auf das Schicksal von Eleven geben.
Matt Duffer stellt zunächst fest:
Wir wollten (den Zuschauer) mit der Realität von (Elevens) Situation konfrontieren und wie fähig sie ist, nach allem, was passiert ist und alles, was sie getan hat, ein normales Leben zu führen. Das sind die Fragen, mit denen sich selbst Hopper nicht auseinandersetzen möchte. Natürlich hat Mike viel darüber geredet, aber es war eine völlig unrealistische Idee, die niemals funktionieren würde.
Für Eleven standen also nur zwei Richtungen offen. Der dunkle, pessimistische und der optimistische, hoffnungsvolle. Mike ist der Optimist unserer Gruppe und hat sich entschieden, an Letzteres zu glauben.
Ross Duffer fügt dann hinzu:
Es gab noch nie eine Version der Geschichte, in der Eleven mit der Gang rumhängt. Wir und unsere Autoren wollten ihr niemals ihre Kräfte nehmen. Es repräsentiert etwas Magisches und auch die Magie des Erwachsenwerdens. Damit sich unsere Charaktere weiterentwickeln und die Geschichte von Hawkins and the Upside Down vervollständigen konnten, musste Eleven gehen.
Für uns bedeutet es etwas Schönes, wenn unsere Charaktere an ein Happy End (für Eleven) glauben, anstatt ihnen eine endgültige Antwort zu geben. Und wenn sie daran glauben, ist das für uns ein besseres Ende, um ihnen einen Abschluss dieser Reise zu geben, bevor sie von Kindern zu Erwachsenen heranwachsen.
Und realistisch gesehen, wenn Eleven irgendwo da draußen ist, könnten (Mike und Co.) (…) sowieso nicht mit ihr in Kontakt treten. Denn dann würde alles zusammenbrechen. Aus erzählerischer Sicht ist es also der beste Weg, (Eleven) am Leben zu halten. Und für Mike und alle anderen bedeutet es, einen Weg zu finden, damit klarzukommen und voranzukommen.
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Stranger Things: Der allerletzte Trailer zur Serie stimmt auf das epische Finale ein
Nur eine Person kennt Elevens wahres Schicksal
Es hört sich so an, als müssten sich nicht nur Mike und Co. damit auseinandersetzen, sondern auch die Fans von Stranger Things. Tatsächlich weiß derzeit nur eine Person, ob Eleven das Ende der fünften Staffel und damit das Ende der Netflix-Serie überlebt hat. Es sieht jedoch nicht so aus, als würden diese Informationen jemals an uns weitergegeben.
Gast bei Glücklich, traurig, verwirrt-Podcast Die Duffers betonen noch einmal, dass die Zuschauer entscheiden müssen, wie sie das Finale von „Stranger Things“ interpretieren. Die Russen selbst wollen sich nicht festlegen, Millie Bobby Brown dafür:
Sie wird es dir nicht sagen, verschwende keine Zeit.
Laut Matt Duffer war Brown zur Verschwiegenheit verpflichtet. Im selben Interview wird Ross Duffer dann klar, dass sie möglicherweise ihrem Kollegen und besten Freund Noah Schnapp (Will Byers) die Wahrheit sagen könnte.
Während des Podcasts zückt Matt Duffer sein Handy, um Brown zu schreiben, er solle es Schnapp nicht sagen. Und prompt folgt eine Antwort: Natürlich nicht.
Stranger Things ist mit insgesamt fünf Staffeln zu Ende gegangen, doch früher oder später dürften wir mit neuen TV-Serien und Spin-offs ins Universum zurückkehren. Dabei soll es aber um völlig neue Charaktere und Geschichten gehen und nicht um alte Bekannte. An erster Stelle steht das animierte Spin-off Tales from ’85, das irgendwann im Jahr 2026 auf Netflix erscheinen wird.
