Game of Thrones war seit 12 Jahren nicht mehr so gut!
Ab dem 19. Januar 2026 kehrt „A Knight of the Seven Kingdoms“ nach Westeros zurück, wobei jede Woche eine von insgesamt sechs Episoden erscheint. Bildquelle: HBO
Eigentlich dachte ich, ich wäre mit Game of Thrones fertig. So sehr ich „Das Lied von Eis und Feuer“ liebe, so frustrierend waren die letzten Jahre für mich als treuen Fan.
Die achte und letzte Staffel von Game of Thrones war zweifellos eine herbe Enttäuschung. Dann, spätestens in der zweiten Staffel, stieß House of the Dragon storytechnisch so stark an die Wand, dass sogar dem Autor George RR Martin der Kragen platzte. Und ich habe den Gedanken schon längst aufgegeben, dass die letzten beiden Romane „Die Winde des Winters“ und „Ein Traum vom Frühling“ jemals veröffentlicht werden.
Nun beginnt mit „Ein Ritter der sieben Königreiche“ die dritte TV-Serie, die in Westeros spielt, und macht vieles anders: Epische Schlachten? Existiert nicht. Riesige Drachen? Alles zu. Politische Intrige? Keiner.
Die Geschichte vom Heckenritter Duncan und seinem Knappen Egg backt viel, viel kleinere Brötchen. Und statt bloßer Tatsachen oder blutiger Gewaltexzesse setzt A Knight of the Seven Kingdoms vor allem auf eines: Humor.
Klingt das in Ihren Ohren wie eine Katastrophe? Ich kann Sie beruhigen: Tatsächlich ist das genaue Gegenteil der Fall. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: „Ein Ritter der sieben Königreiche“ ist das Beste, was HBO seit Staffel 4 (und satten 12 Jahren) für „Game of Thrones“ produziert hat!
Um was geht es in A Knight of the Seven Kingdoms?
Aber kommen wir zunächst zur Geschichte. In der Geschichte der neuen GoT-Serie geht es nicht um den Konflikt zwischen zwei rivalisierenden Häusern, der einen ganzen Kontinent in einen Krieg stürzt. Und nicht um den Streit zwischen einer alten Drachenreiterfamilie, der – nun ja – genau auf dasselbe hinausläuft.
Stattdessen konzentriert sich die Handlung auf einen bettelarmen Heckenritter namens Ser Duncan der Große (Peter Claffey), der sich in seiner Eröffnungsszene mitten auf einem Feld die Seele aus dem Leib kackt und Ramin Djawadis epischen Intro-Song prompt abwürgt. Also.
Für meinen persönlichen Geschmack ist es vielleicht etwas gewollt und auffällig, aber die Szene erfüllt auf jeden Fall ihren Zweck: Spätestens jedem Zuschauer dürfte klar sein, dass sich „A Knight of the Seven Kingdoms“ deutlich von den beiden Vorgängerreihen abgrenzen will.
