Bethesda dominiert seit 15 Jahren die offenen Welten, weil „jeder an allem arbeitet“
Bei Bethesda arbeiten Veteranen und Neulinge zusammen, erzählt uns Studioleiterin Angela Browder. Im exklusiven Interview mit GameStar gibt sie noch mehr Einblicke hinter die Kulissen.
„Wenn die Zombie-Apokalypse zuschlägt, haben mein Mann und ich eine Vereinbarung: Er wird mich töten, damit er und meine Tochter eine bessere Überlebenschance haben!“
Wir hatten nicht damit gerechnet, dass unser Gespräch mit dem Studioleiter von Bethesda so düster beginnen würde, als wir Angela Browder nach ihren Must-Haves für das Überleben im Ödland fragten. „Ich wäre schrecklich darin. Ich würde sie einfach in den Tod schleifen.“ Ihre Strategie für den Weltuntergang ist daher einfach: laute Musik, Alkohol und ein schnelles Ende.
Zum Glück muss Angela Browder im wirklichen Leben keine Ghule abwehren, sie muss „nur“ eines der größten Entwicklungsstudios der Welt leiten. Sie ist seit 20 Jahren bei Bethesda Game Studios, begann in der Qualitätssicherung und ist heute Studioleiterin. Sie hat miterlebt, wie sich Fallout von einem Nischen-Rollenspiel für Hardcore-Fans zu einem globalen Multimedia-Phänomen mit eigenen TV-Serien, Handyspielen und Merchandise-Artikeln entwickelte.
Doch wie managt man eigentlich so ein Monster-Franchise? Darüber haben wir in einem exklusiven Interview mit Angela gesprochen. Sie erzählt uns, was das Geheimnis hinter Bethesda DNA ist, warum der Rollenspielriese nicht weit in die Zukunft plant – und warum Angelas Familie sich weigert, die TV-Serie mit ihr anzusehen.

Anlässlich der Veröffentlichung von Staffel 2 der Amazon-Serie planen wir große Fallout-Themenwochen bei GameStar.de. Es erwarten Sie jede Menge spannende News, Kolumnen und Specials rund um die Serie und die Videospiele.
Herzstück unserer Themenwochen ist eine große, mehrteilige Plus-Titelgeschichte, für die wir exklusiv mit führenden Persönlichkeiten von Bethesda und Obsidian über die Fallout-Reihe sprechen konnten. Freuen Sie sich auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit und zumindest einen kleinen Blick in die Zukunft!
- 14. Dezember 2025: Wie eine strenge Regel Fallout: New Vegas zu einem Kult-Rollenspiel machte
- 21. Dezember 2025: Warum sich Fallout im Laufe der Jahre optisch so radikal verändern musste
- 28. Dezember 2025: Wie Bethesda sicherstellt, dass Fallout immer Fallout bleibt
- 4. Januar 2026: Wie Bethesda eine Bruchlandung wie Fallout 76 retten konnte
- 11. Januar 2026: Die geheime Fallout-Formel: Bethesda dominiert seit 15 Jahren die offenen Welten, weil „jeder an allem arbeitet“
Die Anti-Spezialisierung
Wer einen Blick hinter die Kulissen eines klassischen Arbeitsalltags erwartet, muss von Angela Browder enttäuscht werden. »Es gibt keine Routine. „Kein Tag gleicht dem anderen“, erklärt sie. Ihr Job ist ein Balanceakt zwischen den Produkten und den Menschen, die sie herstellen.
Bethesda hebt sich in einem entscheidenden Punkt deutlich vom Rest der AAA-Branche ab. Während Studios wie EA und Ubisoft häufig spezialisierte Teams für Einzelspieler-Spiele, Mehrspieler-Spiele oder Live-Dienste einsetzen, weigert sich Bethesda, diese Trennung vorzunehmen.
„Wir haben hier keine getrennten Teams“, stellt Browder klar. »Es ist nicht so, dass wir ein Team haben, das an Fallout 76 arbeitet und das ist alles, was sie tun. (…) Jeder, der hier arbeitet, arbeitet an allem mit.«
