Der Regisseur wurde für schuldig befunden und konnte für 90 Jahre ins Gefängnis gehen
47 Ronin war Rinschs erster und letzter großer Film. Bildquelle: Universal Pictures
„The Conquest“ sollte das nächste große Science-Fiction-Highlight für Netflix werden und sogar ein ganzes Franchise inklusive Spin-offs, Sequels und Prequels hervorbringen. Aber daraus wurde nichts.
Stattdessen liegen der verantwortliche Regisseur Carl Rinsch und der Streamingdienst seit Jahren in einem Rechtsstreit. Jetzt ist das Urteil in und Für Rinsch sieht es nicht gut aus.
Was genau passiert ist
Im Jahr 2020 erhielt 47 Ronin-Regisseur Carl Rinsch von Netflix satte 44,3 Millionen US-Dollar für den Film Verwirklichung der Eroberung in die Hand gedrückt. Kurz darauf ging Rinsch das Geld aus und er forderte weitere elf Millionen Dollar.
Der Streamingdienst stimmte zu und half Rinsch erneut aus. Der Filmemacher ging daraufhin mit 10,5 Millionen Dollar an die Börse, verlor jedoch 5,9 Millionen Dollar. Rinsch investierte einen weiteren Teil in Kryptowährungen und erzielte einen Gewinn von 23 Millionen US-Dollar (via New York Times).
Allerdings gab er das Geld nicht für die Produktion von „The Conquest“ aus, sondern für teure Designerwaren und Luxusautos. Am Set der TV-Serie fiel Rinsch zudem durch sein „unberechenbares Verhalten“ auf und soll Verschwörungstheorien verbreitet haben.
From The Conquest hat Netflix nie eine einzige fertige Folge zu sehen bekommen. Nun wurde Rinsch nach einem zweiwöchigen Prozess wegen Betrugs und Geldwäsche angeklagt für schuldig befunden.
Laut Anklage wird der 49-jährige Regisseur bedroht bis zu 90 Jahre Gefängnis. Wie Frist Berichten zufolge wird der Richter jedoch voraussichtlich eine deutlich mildere Strafe verhängen. Die Urteilsverkündung ist für den 17. April 2026 geplant.
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47 Ronin – Kinotrailer: Keanu Reeves schwingt das Samuraischwert
Was hat Rinsch vor der Eroberung getan?
Sein erster und einziger großer Film war der Samuraifilm 47 Ronin aus dem Jahr 2013, der von historischen Ereignissen inspiriert war. John Wick-Star Keanu Reeves stand sogar als Hauptfigur Kai vor der Kamera. Mit einem geschätzten Budget von 175 Millionen US-Dollar spielte das Action-Abenteuer nur 151,8 Millionen US-Dollar ein, was es zu einem riesigen Flop machte (via Abendkasse Mojo).
Auch Fans und Kritiker waren nicht überzeugt. Während 47 Ronin in der Filmdatenbank IMDb Es scheint immer noch 6,2 von 10 Sternen zu geben Faule Tomaten ziemlich düster. Die Kritiken der Kritiker fallen nur zu 16 Prozent positiv aus, die Zuschauer landen bei 48 Prozent.
In der geplanten Science-Fiction-Serie „The Conquest“ sollte es um einen Wissenschaftler gehen, der eine neue humanoide Spezies erschafft. Aber die Wesen hätten sich dann gegen ihren Schöpfer gewandt. Wie Sie sich vorstellen können, findet die Show natürlich nicht mehr statt. Netflix hat das Projekt längst abgesagt.
