Diablo 4: Herr des Hasses
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Diablo 4: Das macht den neuen, alten Paladin in Lord of Hatred so besonders
Eigentlich nach der Ankündigung von Diablo 4: Herr des Hasses Die Sektkorken knallen. Mit dem Auflösung der Mephisto-GeschichteMit der Rückkehr des Horadrim-Würfels und der lang erwarteten Paladin-Klasse scheint Blizzard bei vielen Spielern den Nerv der Zeit getroffen zu haben.
Doch statt Vorfreude herrscht Katerstimmung. Der Grund ist eine Preispolitik, die die treuesten Fans bestraft und eine hitzige Debatte über den Wert der Loyalität bei Live-Übertragungsspielen entfacht hat.
Update um 17:52 Uhr:
Tatsächlich kündigte Blizzard im Rahmen der Addon-Ankündigung einen Treuebonus für Besitzer von Vessel of Hatred an. Wer das erste Addon besitzt, erhält ein kosmetischer DLC namens Herald of Hatred Pet Bundle. Das bedeutet, dass dich in Zukunft ein kleiner Höllenhund auf deinem Weg begleiten wird. Danke an die Whistleblower!
Zahlen Sie doppelt statt Rabatt
Das Problem ist nicht der Preis von rund 40 Euro für das zweite Addon Diablo 4sondern in der Paketstruktur. Um neue Kunden zum Kauf von Lord of Hatred zu verleiten, packt Blizzard die vorherige Erweiterung ein Gefäß des Hasses kostenlos.
Wer jedoch bereits das erste Addon besitzt – also die Kernzielgruppe –, erhält keinen Rabatt, keine Ingame-Währung als Entschädigung, sondern nur ein exklusives Haustier (den Höllenhund aus dem Bosskampf). Ihre bisherige Investition von 40 Euro ab 2024 wird dies jedoch kaum wettmachen.
Auf Reddit Benutzer Ok_Willingness_3894 fasst die Absurdität dieser Logik treffend zusammen: »Ok, erklären Sie mir das: Wenn Sie bereits das Basisspiel und die erste Erweiterung besitzen, zahlen Sie 39,99 … wenn Sie nur das Basisspiel besitzen, zahlen Sie immer noch 39,99, aber jetzt erhalten Sie die erste und zweite Erweiterung. Wo ist da die Logik?“

Egal welche Version von Lord of Hatred Sie kaufen (hier die Ultimate Edition, die 90 Euro kostet), Diablo 4: Vessel of Hatred ist als Bonus enthalten.
Die Falle der jüngsten Rabatte
Viele Menschen empfinden den Zeitpunkt als besonders bitter. Bis kurz vor der Ankündigung von Lord of Hatred gab es massive Rabattaktionen für genau die Inhalte, die jetzt verschenkt werden. Am 19. November 2025 wurde Vessel of Hatred zum absoluten Sparpreis angeboten: 65 Prozent Rabatt auf knapp 14 Euro. Wer dort zugeschlagen hat, fühlt sich nun getäuscht. Wie Reddit-Benutzer Dakhanu:
»Blizzard hat in den letzten 1-2 Monaten riesige Rabatte gewährt … Viele Leute haben dieses Angebot angenommen und dachten, es sei der beste Zeitpunkt zum Kauf. Jetzt bringt Blizzard das hier … Frühanwender hatten sicherlich viele Spielstunden – aber diejenigen, die es beim letzten Verkauf gekauft hatten, hatten kaum Zeit zum Spielen, als ihnen klar wurde, dass sie Geld hätten sparen können … Das fühlt sich an wie ein Lockangebot.“

Zusätzlich zur regulären Edition können Sie zusammen mit dem Hauptspiel und Vessel of Hatred auch die Lord of Hatred in the Age of Hatred Collection erwerben. Preispunkt: knapp 70 Euro.
Im offiziellen Forum Ein User spricht von Fanbeschimpfungen und resümiert: „Ich habe durch den Kauf dieser Erweiterung offenbar 40 Dollar verschwendet.“ Auch in den GameStar-Kommentaren regt sich Widerstand.
Beispielsweise schreibt the_real_weed: „Für mich als Käufer von Vessel of Hatred ist das ein Schlag ins Gesicht.“ Und AngeloMerte „wundert sich (das, Anm. d. Red.) bei Blizzard leider nicht. Zum Glück für alle, die noch kein VoH haben, sind 20 Euro pro Add-on natürlich in Ordnung.“
Der Paladin als teurer Köder
Wut wird durch psychologische Faktoren verstärkt. Die Tatsache, dass der Battle.net-Launcher über eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Upgrade verfügbar“ verfügt, die nur Besitzer von Vessel of Hatred zum Vollpreispaket weiterleitet, erscheint vielen wie ein Hohn.
Blizzard setzt offensichtlich darauf, dass die Nostalgie gewinnen wird. Der Paladin kann sofort gespielt werden, wenn Sie Diablo 4: Lord of Hatred jetzt vorbestellen – Monate vor der eigentlichen Veröffentlichung der Erweiterung. Doch der Vergleich mit der Konkurrenz schmerzt: Während Path of Exile 2 gewaltige Gratis-Updates plant, verlangt Blizzard die volle Bezahlung für zwei Klassen (Paladin plus ein unbekannter Charakter) und ein Add-on, ohne auf Bestandskunden einzugehen.
Kurzfristig könnte der Paladin-Hype dazu führen, dass der Plan aufgeht. Langfristig riskiert Blizzard jedoch die wichtigste Währung eines Live-Service-Spiels: das Vertrauen seiner engagiertesten Spieler.
