Die Sternenflottenakademie ist… gut?! Und ja, ich bin genauso überrascht wie Sie
Staffel 1 von Star Trek: Starfleet Academy überraschte Peter angenehm. In seiner Serienrezension erfahren Sie, warum auch Fans des alten Star Trek einschalten sollten. (Bild: Paramount)
Wenn Sie wie ich mit den moralischen Dilemmata von Jean-Luc Picard, der dunklen Kriegsgeschichte von Deep Space Nine und den wöchentlichen Katastrophen der Voyager aufgewachsen sind, betrachten Sie neue Star Trek-Projekte oft mit tiefer Skepsis.
Das Filmdesaster Abschnitt 31 lässt sich kaum beschönigen und Star Trek: Discovery hatte deutliche Schwächen wie weit hergeholte Plots und flache Charakterentwicklung. Dazwischen gab es auch kleine Lichtblicke wie die (abgesetzte) Zeichentrickserie Lower Decks und das weitgehend erfolgreiche Enterprise-Prequel Star Trek: Strange New Worlds.
Als die ersten Details zur neuen Serie Starfleet Academy durchsickerten, befürchtete ich wie so viele Trekkies das Schlimmste: Eine Art Dawson’s Creek im Weltraum, garniert mit Lens Flares und Teenagerdrama, das den Kern von Gene Roddenberrys Vision endgültig begräbt. Die Trailer vor der Veröffentlichung verstärkten diesen Eindruck:
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Star Trek: Der erste Trailer zur Starfleet Academy war sehr kontrovers
Aber nachdem ich die ersten beiden Folgen der neuen Serie gesehen habe, die am 15. Januar 2026 auf Paramount+ Premiere feiert, Ich muss meine Vorurteile revidieren. Die Serie ist nicht nur kompetent produziert, sie hat auch eine Seele, die ich seit dem Ende der dritten Staffel von Picard vermisst habe.
„Starfleet Academy“ ist eine ungewöhnliche Mischung, die eigentlich nicht funktionieren sollte, dank starkem Schauspiel und einem cleveren Setting aber funktioniert. Ja: Ich freue mich auf den Rest der ersten Staffel.
Ein Trümmerhaufen als Fundament
Die Entscheidung, die Serie nach den Ereignissen zu ändern die Warp-Katastrophe The Burn von Discovery war mutig. Wir sind dabei eine Ära des WiederaufbausNachdem die Föderation zersplittert ist und die interstellare Raumfahrt nahezu zum Erliegen kommt. Die Starfleet Academy in San Francisco öffnet zum ersten Mal seit über hundert Jahren ihre Türen.

In der Starfleet Academy lernen Sie auch an Bord eines Raumschiffs. (Bild: Paramount)
Die Handlung konzentriert sich auf sechs Kadettenmit Caleb Mir, gespielt von Sandro Rosta, im Mittelpunkt. Caleb ist ein Genie und Rebell, der sich widerwillig der Sternenflotte anschließt.
Das Unorthodoxe, denn manchmal geht man barfuß und Faulenzen im Kapitänsstuhl Schulleiterin Nahla Ake (Holly Hunter) nimmt ihn aus Schuldgefühlen unter ihre Fittiche. Calebs Hintergrundgeschichte rund um seine zum Tode verurteilte Mutter und den Piraten Nus Braka (gespielt von dem charismatischen, übertriebenen Paul Giamatti) nimmt einen großen Teil der ersten beiden Episoden ein.
Aber das Überraschende für mich: Es funktioniert. Durch Calebs Augen und den von The Burn gedrückten Reset-Knopf fühlt sich Star Trek frischer und aufregender an als seit langem. Die Sternenflottenakademie ist nicht kindisch oder lächerlich, nur selten unlogisch. Und: Es geht sehr respektvoll mit der Geschichte von Star Trek um.
Die Veteranen kommen zuerst
Die jungen Schauspieler liefern im Windschatten der großen Namen gute Leistungen ab. Das Interessanteste für Star Trek-Fans ist zweifellos die Rückkehr des holografischen Doktors von der Voyager (heute 900 Jahre alt).
Robert Picardos sardonisches Spiel ist wie eine warme, kuschelige Decke, in die man sich als Trekkie der alten Schule einkuscheln kann. Aber auch Tig Notaros Auftritt als schlagfertiger Professor Jett Reno ist ein Highlight, nicht nur für Discovery-Fans.




Robert Picardo (links) und Tig Notaros (rechts) spielen in der Sternenflottenakademie eine große Rolle. (Bild: Paramount)
Von Discovery gelernt Das haben die Macher der Serie übrigens dadurch, dass sie dieses Mal tatsächlich alle Brückenoffiziere zu Beginn vorstellen. Warten Sie, Brückenoffiziere? Das ist richtig, denn die Akademie ist kein statisches Gebäude, sondern kann als Raumschiff USS Athena abgekoppelt und mit den Studierenden auf Exkursionen gehen.
Die erste dieser Reisen geht in Episode 1 von Starfleet Academy richtig schief, leistet aber als Pilotfolge hervorragende Arbeit. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Das ist einer der stärksten Eröffnungen, die Star Trek je hatte.
