EBOLA VILLAGE Test / Review (PC, PS4, PS5, Switch, Xbox One, Xbox Series)
Ein brillanter Klon?
EBOLA-DORF ist ein Survival-Horror-Spiel, das am 23. Januar 2026 für PS5, PS4, Xbox Series S/X, Xbox One, Nintendo Switch und PC veröffentlicht wurde. Es bewirbt sich als moderne Hommage an die klassischen Horror-Survival-Titel der 90er Jahre und kombiniert Erkundungs-, Rätsellösungs- und First-Person-Horror-Elemente. Der Titel wurde von vielen Spielern und Medien als Klon der Resident Evil-Reihe wahrgenommen. Dies sorgte vor und nach der Veröffentlichung für Diskussionen, unter anderem weil Sony einen offiziellen Trailer auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte und diesen nach kritischen Reaktionen der Community wieder entfernte. Doch stellenweise erweist sich der Klon als genial, denn viele Kritikpunkte an der Resident-Evil-Reihe werden hier aufgegriffen und teils besser umgesetzt. Allerdings kann die Qualität trotz aller Bemühungen nicht mit dem Original mithalten.
Das Spiel stammt vom Indie-Entwickler Indie Games Studio. Dieser kleine Entwickler und Herausgeber ist im Bereich der unabhängigen Spiele tätig und hat versprochen, mit Ebola Village ein nostalgisches Horrorerlebnis zu liefern, das an Klassiker aus den 90er Jahren erinnert. Auffallend ist, dass das Studio bewusst auf traditionelle Mechaniken setzt: Strukturiertes Inventar, mittelschwere Rätsel, Ressourcenknappheit und eine dichte Atmosphäre stehen im Mittelpunkt.
Finden Sie die Wahrheit heraus!
In „Ebola Village“ schlüpfen die Spieler in die Rolle von Maria, deren ruhiger Abend abrupt durch einen Fernsehbericht über eine mysteriöse biologische Bedrohung unterbrochen wird. Aus Sorge um ihre Familie macht sie sich auf den Weg in ein abgelegenes Dorf, um ihre Mutter und ihren Ex-Mann Ruslan zu besuchen. Was als Sorge um geliebte Menschen beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Albtraum voller Geheimnisse, Schrecken und unbekannter Gefahren.
Die Geschichte ist bewusst mysteriös und versucht, durch ein gut ausgebautes Setting und eine bedrückende Atmosphäre Spannung aufzubauen. Spieler finden Hinweise, Tagebucheinträge und andere Story-Fragmente, die zusammen das dunkle Geheimnis dieses Dorfes und die wahre Natur der biologischen Bedrohung enthüllen.
Gameplay und Steuerung
Gameplaytechnisch setzt das Spiel auf traditionelle Horror-Mechaniken in der Ego-Perspektive. Sie erkunden eine Reihe gruseliger Orte, lösen Rätsel, kämpfen mit begrenzter Munition gegen eine Vielzahl von Feinden und müssen sorgfältig mit den Ressourcen umgehen. Vor allem Letzteres ist immer etwas eng, was die Belastung spürbar erhöht. Das weckt natürlich sofort Erinnerungen an Klassiker des Genres.
Leider fühlt sich die Steuerung recht gemischt an. Das liegt vor allem an der nicht ganz so perfekten Optimierung des Controller-Layouts. Stellenweise wirkt es steif und antiquiert, was sehr auffällt, da der Horrortitel immer mit seinem Gegenstück verglichen wird. Resident Evil ist einfach flüssiger und harmoniert perfekt mit dem Dual-Sense-Controller.
Die Kämpfe erfordern ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl, während die Rätselaufgaben ein klassisches Horrorspiel-Feeling aufkommen lassen. Bosskämpfe und das Gegnerdesign im Allgemeinen wirken manchmal recht generisch oder nicht sehr originell. Das mindert am Ende auch den Wiederspielwert.
Grafik & Sound
Grafisch bedient sich „Ebola Village“ moderner 3D-Umgebungen, erreicht aber nicht das Niveau großer Triple-A-Produktionen. Die Grafiken wirken in einigen Szenen veraltet, etwa bei Charaktermodellen oder Umgebungsdetails.
Dennoch kann sich das Spiel für ein Indie-Spiel durchaus sehen lassen.
Die Atmosphäre profitiert von düsteren Sounddesigns und einer bedrückenden Geräuschkulisse, die gerade in verlassenen Gebäuden oder bei unerwarteten Begegnungen gezielt Spannung aufbaut und den Horroraspekt unterstützt. Schade ist nur, dass es keine englische Sprachausgabe gibt und man nur Russisch hört. Der deutsche Untertitel ist an einigen Stellen schlecht übersetzt, was sich ein wenig auf die Vermittlung der Geschichte auswirkt.
Abschluss
Ebola Village ist ein Survival-Horror-Titel, der ein klassisches Genre-Feeling sucht und viele Ideen der großen Vorbilder der 90er Jahre adaptiert. Für Fans nostalgischer Horrorspiele dieser Art bietet Ebola Village ein paar Stunden gruselige Atmosphäre und Rätsel-Action in einer besonderen, düsteren Umgebung. Allerdings weist das Spiel deutliche Schwächen auf. Die Steuerung ist nicht optimal auf die Konsolen-Controller zugeschnitten, Grafik und Audio wirken stellenweise unausgereift und einige Elemente wirken sehr generisch und kaum eigenständig.
Insgesamt ist Ebola Village ein interessantes Indie-Experiment für Liebhaber klassischer Horrorspielmechaniken. In vielen Bereichen hinkt der Titel der Konkurrenz jedoch deutlich hinterher. Wer über die vielen kleinen Macken und fehlenden Grundfunktionen hinwegsehen kann, wie z. B. fehlende englische oder deutsche Sprachausgabe, kann einen Blick darauf werfen.
Profi
- Dichte, gruselige Horroratmosphäre im klassischen Stil
- abwechslungsreiche Standorte
- Das Sounddesign ist gut abgemischt und unterstreicht die Atmosphäre gekonnt
- nostalgisches Gameplay mit Puzzle-Elementen und typischer Inventarverwaltung
- ein überraschend interessanter Resident Evil-Klon
- Der Preis ist fair, insbesondere im Vergleich zu Triple-A-Titeln
Kontra
- Steuerung und Bewegungsgefühl sind für Konsolen-Controller nicht optimal
- Grafiken teilweise veraltet und unspektakulär
- keine englisch/deutsche Sprachausgabe und teilweise schlecht übersetzte Untertitel
- Das Design und die Story-Elemente des Gegners wirken oft generisch
- etwas dreister Klon der Resident Evil-Reihe
- kaum eigene Impulse und Ideen
Bewertung
Wurde getestet EBOLA-DORF An PS5 von Andreas Erber. Das Spiel war zum Zeitpunkt unseres Tests für uns geeignet Version1.000.000 vor. Der Testexemplar/Rezensionscode für EBOLA-DORF wurde uns geschenkt von PressEngine kostenlos zur Verfügung gestellt. Danke schön!





