God of War Sons of Sparta Test / Rezension (PS5) • Controller Warriors
Die Söhne Spartas werden in 2D dargestellt
Mit God of War: Söhne Spartas Sony präsentiert ein ungewöhnliches Kapitel im bekannten God of War-Universum. Anstelle des üblichen filmischen Third-Person-Action-Adventures erwartet die Spieler ein 2D-Metroidvania-Plattformspiel, das Kratos‘ frühe Jahre als junger Spartaner beleuchtet. Das Spiel wurde am 12. Februar 2026 exklusiv für die PS5 veröffentlicht und versucht, klassische Action-Plattform-Mechaniken mit der Mythologie und Überlieferung der God of War-Reihe zu verbinden.
Hinter Sons of Sparta stehen zwei Teams. Das bekannte Santa Monica Studio, das die Haupttitel der Serie entwickelt, und Mega Cat Studios, ein Studio mit starkem Fokus auf retro-inspiriertes pixelbasiertes Gameplay. Diese ungewöhnliche Zusammenarbeit bringt einen frischen, aber auch polarisierenden Ansatz für die Marke. Während Santa Monica Studio für seine epischen Triple-A-Produktionen bekannt ist, glänzt Mega Cat mit klassischerer Action, Retro-Levels und Side-Scrolling-Gameplay.
junger Kratos und alte Geschichte
Die Geschichte spielt lange vor den Ereignissen der vorherigen God of War-Spiele. Du begleitest eine junge Version von Kratos und seinem Bruder Deimos während ihres harten spartanischen Trainings im Agoge. Das Abenteuer beginnt mit dem Verschwinden eines Kadetten und führt Kratos und Deimos zu einer gefährlichen Reise durch das wilde Lakonien. Sie stellen sich mythologischen Kreaturen und entdecken, was es bedeutet, ein echter Spartaner zu sein – voller Pflicht, Ehre und Brüderlichkeit. Die Erzählung fängt emotionale Momente und die raue Welt der antiken Kriegswelt ein, ohne die epischen Dimensionen der Hauptspiele zu erreichen.
Gameplay und Steuerung
Sons of Sparta basiert stark auf klassischen 2D-Action-Plattformspielen mit Metroidvania-Elementen (der Begriff Metroidvania ist ein Videospielgenre, das für seine großen, miteinander verbundenen Spielwelten, nichtlinearen Erkundungen und fähigkeitsbasierten Fortschritt bekannt ist). Spieler klettern, kämpfen und erkunden, später auch miteinander verbundene Gebiete. Darüber hinaus müssen Umgebungsrätsel gelöst und eine große Anzahl von Feinden bekämpft werden. Kratos‘ Hauptwerkzeuge sind sein Speer und sein Schild, die der Protagonist im Laufe des Spiels durch verschiedene Upgrades anpassen kann. Es gibt auch die sogenannten Geschenke des Olymp, mächtige Artefakte, die einzigartige und manchmal spektakuläre Fähigkeiten verleihen.
Die Steuerung fühlt sich im Allgemeinen solide an, obwohl einige Animationen und das Kampfgefühl weniger dynamisch und etwas schwammig wirken. Vor allem im direkten Vergleich mit den Hauptteilen der Serie, die für ihre präzise und kraftvolle Steuerung gefeiert werden, kann Sons of Sparta hier deutlich weniger überzeugen.
Einer der interessanten Punkte ist das schrittweise Freischalten und die optionale Herausforderung. Nach Abschluss der Hauptkampagne kann ein zusätzlicher Modus freigeschaltet werden, der sogar lokale Koop-Elemente bietet. Leider ist dieser Modus erst nach dem Durchspielen verfügbar, was nicht so klar kommuniziert wird.
Grafik & Sound
Die visuelle Aufmachung ist ein bewusster Stilbruch zum Rest der Serie. Statt realistischer, opulenter 3D-Welten setzt Sons of Sparta auf HD-Pixel-Art-Grafik mit Retro-Charme. Das wirkt in vielen Momenten charmant und passend, kann hier und da aber auch etwas zu schlicht oder unspektakulär wirken. Gerade im direkten Vergleich zu den sehr detaillierten God of War-Hauptspielen verfolgt dieser Titel einen völlig anderen Ansatz. Insgesamt bleibt die Performance der Animationen in den Kämpfen hinter den Erwartungen vieler Spieler zurück. Wir müssen wahrscheinlich auf das kommende große God of War warten.
Positiv hervorzuheben ist die Hintergrundmusik. Komponist Bear McCreary, der bereits an anderen Teilen der Serie mitgewirkt hat, kombiniert Orchester- und Chorstücke mit Retro-Elementen. Das Ergebnis unterstreicht die Atmosphäre der Welt und unterstreicht die Erkundung musikalisch. Die Sprachausgabe ist in mehreren Sprachen, einschließlich Deutsch, verfügbar und sorgt so für ein barrierefreies Erlebnis.
Abschluss
God of War: Söhne Spartas ist ein mutiger und experimenteller Ausflug für eine Traditionsmarke. Die Entscheidung, ein 2D-Gameplay im God of War-Universum zu entwickeln, bringt frischen Wind und bietet Fans der griechischen Mythologie und klassischer Action-Plattformer ein zugängliches Spiel zu moderaten Preisen. Allerdings dürfte das Spielerlebnis für God of War-Fans der großen Kinotitel gewöhnungsbedürftig sein. Gameplay und Präsentation unterscheiden sich stark vom bestehenden Erlebnis und Kampfanimationen, visuelles Design und das tiefere Kampfsystem sind nicht so tiefgründig. Wenn Sie auf der Suche nach einem erweiterten Koop-Modus sind, müssen Sie das Spiel zunächst durchspielen. Dies wird selten kommuniziert und lässt meist Fragen offen. Insgesamt ist „Sons of Sparta“ ein solides, aber nicht herausragendes Spin-off. Ein interessantes Bonuskapitel für Fans und eine schöne Einführung für Neueinsteiger in die Marke, aber kein Ersatz für das klassische God of War.
Profi
- Ein neuer Blick auf Kratos‘ Jugend und Hintergrundgeschichte
- viele Belohnungen fürs Erkunden
- Anpassbare Waffen, Fähigkeiten und Artefakte (Gifts of Olympus)
- harmonischer Soundtrack von Bear McCreary
- für Neueinsteiger zugänglich
- Preis-/Leistungsverhältnis passt
Kontra
- Für Fans der Hauptserie mag das 2D-Gameplay enttäuschend wirken
- Animationen und Kämpfe wirken manchmal unausgereift
- Trotz Verbesserungen sind Kampfangriffe eintönig
- Visuelle Darstellung nicht auf hohem Niveau
- Koop wird erst nach Durchspielen freigeschaltet
Bewertung
Wurde getestet Gott des Krieges, Söhne Spartas An PS5 von Andreas Erber. Das Spiel war zum Zeitpunkt unseres Tests für uns geeignet Version1.004.000 vor. Der Testexemplar/Rezensionscode für Gott des Krieges, Söhne Spartas wurde uns geschenkt von Sony Interactive Entertainment Europe kostenlos zur Verfügung gestellt. Danke schön!





