Netflix-Übernahme von Warner Bros. erklärt
Netflix sorgt weiterhin für Schlagzeilen im Unterhaltungs- und Gaming-Bereich. Nachdem der Streaming-Riese kürzlich die Übernahme von Warner Bros. für rund 82,7 Milliarden US-Dollar bestätigte, bringt ein neuer Bericht nun weitere Details ans Licht. Demnach hatte Netflix ursprünglich deutlich größere Übernahmeziele im Visier – darunter Electronic Arts, Disney und Fox.
Netflix plante offenbar mehrere große Übernahmen
Einem Bericht von Bloomberg zufolge prüfte Netflix bereits in der Anfangsphase mehrere mögliche Übernahmen. Neben Warner Bros., Electronic Arts, Disney und Fox standen auf der internen Wunschliste. Die Entscheidung fiel letztlich zu Gunsten von Warner Bros. inklusive der dazugehörigen Film-, Serien- und Gaming-Sparte.
Besonders interessant ist die Aussicht Elektronische Künste. Der Verlag befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel und wird künftig mehrheitlich von einem saudischen Investmentfonds kontrolliert. Wäre Netflix hier früher aktiv geworden, hätten sich die Kräfteverhältnisse im Gaming-Markt deutlich anders entwickeln können.
Konzentrieren Sie sich auf große Marken und Gaming-IP
Mit Warner Bros. sichert sich Netflix den Zugang zu einigen der bekanntesten Marken der Branche. Dazu gehören Batman, Mortal Kombat, Harry Potter, Game of Thrones, Dune und zahlreiche andere Franchises. Neben Film- und Serienrechten gingen auch die dazugehörigen Spiele-IPs in den Besitz von Netflix über.
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Dieser Schritt unterstreicht die Ambitionen des Unternehmens im Gaming-Markt. Nachdem Netflix zunächst vor allem kleinere Indie-Spiele in sein Angebot integrierte, setzt der Konzern nun klar auf etablierte Marken mit hoher globaler Strahlkraft.
Warum nicht EA, Disney oder Fox?
Warum sich Netflix letztendlich gegen EA, Disney oder Fox entschieden hat, ist nicht offiziell bestätigt. Allerdings vermuten Branchenbeobachter, dass regulatorische Hürden, der enorme Kaufpreis und bestehende strategische Abhängigkeiten eine Rolle gespielt haben könnten. Insbesondere im Fall von Disney wäre eine Übernahme kartellrechtlich nur schwer durchsetzbar gewesen.
Warner Bros. hingegen bot die Möglichkeit, mehrere starke IPs auf einen Schlag zu integrieren und langfristig über Streaming, Kino und Spiele hinweg zu verwerten.
Gaming bleibt ein strategischer Wachstumstreiber
Netflix hat bereits eigene starke Marken wie Fremde Dingedie für Videospiele geeignet sind. Mit Warner Bros. erweitert der Konzern dieses Portfolio nun deutlich. Ziel dürfte es sein, Spiele stärker mit Serien und Filmen zu verknüpfen und neue Geschäftsmodelle zu etablieren.
Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Strategie langfristig auszahlt. Eines ist jedoch klar: Netflix denkt im Gaming-Bereich mittlerweile in ganz anderen Dimensionen als noch vor wenigen Jahren.
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